Kontake, Buddies, Freunde …

Ich hatte schon mal darüber geschrieben, und in letzter Zeit hat es gerade bei Qype wieder seltsame Ausmaße angenommen: Wildfremde Leute, mit denen ich noch nie etwas zu tun hatte, wollten mich als Kontakt hinzufügen.

Ich war eine ganze Weile bei Qype permanent mit meinem Profilfoto auf der Startseite zu sehen (als eine der meist gelesenen Qyper – die Statisitk erstellte sich aus den Klicks aufs Profil) und fand das am Anfang auch noch recht lustig. Vor allem auch, weil mein Profilfoto es dank der im vergangenen Sommer gern gezeigten Qype-Startseite sogar in die c’t, die Horizont und in Stephan Uhrenbachers Vortrag bei der Next10Years geschafft hatte 😉 ). Was dann irgendwann etwas nervig wurde war der Nebeneffekt, dass immer mehr Leute auf die Idee kamen, mich als Kontakt in ihre Liste zufügen zu wollen.

Ich kann es aber beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum ich Menschen, mit denen ich noch in keinster Weise zu tun hatte, als meine Freunde ausweisen soll.

Jetzt hat Qype zum Glück die Auswahl der auf der Startseite gezeigten Qyper verändert und ich bin weg vom Fenster von der Startseite. Sehr begrüßenswert! Es werden jetzt für jede Stadt die aktivsten Qyper der letzten 14 Tage gezeigt, was mehr Aktualität und Bewegung in diese Anzeige bringt und auch Neuen die Chance gibt, dort angezeigt zu werden. Aber was passiert dennoch? Grad heute kam wieder eine Kontaktanfrage rein mit dem hilfreichen Text „Hi“. Was soll man damit denn anfangen?

Hin und wieder kommt auch mal für mein extremst hübsches MySpace-Profil eine Freund-Anfrage reingeflattert – und da kann ich es noch weniger verstehen, denn dort bin ich überhaupt nicht aktiv. Und schwupps, grad beim Schreiben dieses Beitrages sehe ich, dass folgende Mail reinkommt: „MySpace Freundanfrage – XYZ möchte dein Freund werden!“ Ein 19-jähriges Mädel aus Hamburg. Wieso? Weshalb? Warum?

Anscheinend finden es manche Leute toll, besonders viele Freunde vorweisen zu können. Eine andere Erkärung kann ich nicht dafür finden, völlig Fremde, mit denen man noch überhaupt keinen Kontakt hatte, als Freund zu deklarieren. Und mir ist auch schon oft aufgefallen, dass viele Leute jede Anfrage akzeptieren und ohne nachzudenken, Jeden auf ihre Buddyliste lassen, der anklopft. Irgendwer hatte dieses Phänomen auch schon mal bezüglich Googlability angesprochen, leider weiß ich nicht mehr, in welchem Blog das war.

Die einzige Community, in der ich richtig aktiv meine Buddyliste brauche, ist Wiesbadeneins.de: Die Einser-Portale sind regionale Event- und Community-Portale, bei denen die User u.A. selbst Events erstellen können. „Make my Day“ heißt das Feature. Dabei kann es sich um offizielle Veranstaltungen handeln, aber auch um private Verabredungen, beispielsweise zum Brunch oder zum Minigolfen.
Bei diesen Events kann man nun einstellen, ob es öffentlich ist, oder nur von den eigenen Buddies gesehen werden kann, oder man nur ausgewählte Buddies dazu einladen möchte. Das Ganze funktioniert dann mit Anmelden / Abmelden / Updates / Reminder etcpp. Wenn sich der Freundeskreis fast komplett in dieser Community wiederfindet, ist das schon ein sehr praktisches Feature. Kann schon fast als Kalender-Ersatz dienen! 😉
Mit dem neuesten Update kam nun auch die Möglichkeit, sich wiederholende Events zu erstellen – auch sehr praktisch, wenn man zb. an jedem dritten Dienstag im Monat einen Stammtisch veranstaltet. 😉

Wiesbadeneins.de Make may day

Mir fällt gerade auf, bei Dealjaeger.de hab ich noch keinen einzigen Jagdkumpanen. 😉

Und ach ja … bei Xing ist es schon sehr spannend zu sehen, wer wen kennt! 😀

4 Antworten auf „Kontake, Buddies, Freunde …“

  1. klar hat es etwas mit Googlability zu tun. Mehr Freunde, mehr Reputation… Doch denke ich schlägt es irgendwann um, wenn es zu viele Personen werden, die man kennt oder als Freunde bezeichnet…

    Bei openbc oder Xing ist es durchaus so, dass ich 200 Kontakte haben kann und alle persönlich kenne, zumindest schon einmal im Arbeitsleben mit ihnen zu tun gehabt habe. Hier ist es dann ein guter weg, später Anknüpfpunkte zu bekommen. Hier belasse ich es aber übrigens bei Personen, die ich tatsächlich kenne.

    Was aber die Buddie/freundeliste beispielsweise bei Qype besagt, so ist meine Einstellung dort etwas anders. Hier kennen sich kaum personen wirklich, allerdings finde ich es beispielsweise spannend, sich anzusehen, wer da so schreibt. Ich sammele Leute, deren Schreibstil mir gefällt und da ich nicht jeden lese, sind es vor allem Leute mit einem orangenen Balken. Daher ist meine Freundesliste dort eine „finde ich interessant zu lesen“ Liste

  2. Hi,

    danke für deinen Beitrag! 🙂

    Ich bin eher der Meinung, dass man, was Googlability betrifft, sich doch genauer ansehen sollte, wen man auf seine Kontaktliste drauf lässt und wen nicht.
    Bei Xing halte ich es ähnlich wie du, aber auch dort bin ich zb. in einem Fall gerade am Überlegen, ob ich eine bestimmte Person von meiner Kontaktliste lösche, weil sie mir mittlerweile etwas suspekt vorkommt und sie eigentlich nur als lose Bekanntschaft da drauf steht.

    Bei Qype bin ich eher der Meinung, dass es möglich sein sollte, Leute auf eine Art Watchlist zu setzen. Damit man immer sieht, was diese gerade neues geqypt haben. Ich glaube, mit den RSS-Neuerungen ist da jetzt auch sowas möglich, aber eine auf der Website zu verwaltende Möglichkeit gibt es da meines Wissens noch nicht.
    Sich Leute zu „Bookmarken“ die Interessantes qypen halte ich auch für legitim. Da freut es mich auch, wenn mich andere dafür „beobachten“ wollen. Nur ist die Kontaktliste dafür nicht das richtige Tool.

    Ich hab Qype auch schon den Vorschlag gemacht, eine Qyper-Watchlist einzuführen. Mal sehen, ob’s kommt! 🙂

  3. Oh – ich fürchte ich gehöre auch zu denen, die sich auf diese Weise bei Dir gemeldet haben… Ich denke, wenn man in irgendeiner Community neu anfängt, dann will man eben auch ein bisschen „dazugehören“ und schreibt mal den einen oder anderen an. Mein Anlass war, dass Du wohl auch in der Nähe lebst und ich Deine Tipps gerne lese. Ich habe über solche Anfragen auch schon nette Kontakte bekommen. Aber ich kenne auch den Effekt, dass das zuviel wird, und ich find’s auch ok, dann nicht mehr zu reagieren oder abzuwimmeln… Aber in der Tat – Qype ist ja nicht so sehr eine Plattform zum direkten Austausch. Nu denn – frohes Bloggen, Qypen und Xingen.

  4. Ohh, ich wollte damit jetzt keine Outings provozieren! 😉 Ich bin natürlich auch immer aufgeschlossen neuen Kontakten gegenüber. Und wenn man mich auf Qype anschreibt, antworte ich auch! 😉 Nur diese nackten Kontaktanfragen … da fehlt mir dann der Bezug zur Person. So ein Qype-Profil gibt ja nicht sonderlich viel her. Und wie du schon sagst, außer den Privaten Nachrichten gibt’s ja keine Community-Features (am Anfang hab ich die Leute bei Qype, speziell Martin, wohl auch ziemlich genervt mit meinen ständigen Forderungen nach einem Forum oder sonstigen Austauschmöglichkeiten 😉 ). Aber das ist wohl nicht Teil der Qype-Strategie.

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