(Doch keine) Merkwürdige Preise bei Brands4Friends

Anfang Dezember bin ich mal wieder bei Brands4Friends schwach fündig geworden. Eine schicke Lederjacke von Alprausch gab’s für 150 Euro und ich dachte mir noch: „Cool, halber Preis!“ Also ab in den Warenkorb.

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Heute konnte ich dann endlich das Paket bei der Post abholen … flott ausgepackt, anprobiert … mist, passt nicht. 🙁 Also den ganzen Papierkram wegen Rücksendung durchgelesen und da fällt mir die Rechnung ins Auge:

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Na? Den Fehler gefunden? Auf der Rechnung steht: UVP des Herstellers: 169,90 €, Ersparnis 20 €! Schnell nochmal hochgescrollt … ja, auf der Website stand 299,95 €!

Was denn nun? Im ersten Moment kam ich mir bös ein wenig veräppelt vor. Dann dachte ich mir, dass eine Lederjacke von Alprausch doch im Leben nicht 169 Euro kostet. Und siehe da, bei Frontline kostet sie ebenfalls 299 Euro. Trotzdem frage ich mich, wie die auf der Rechnung auf den Preis von 169 Euro kommen …

PS: Ich mache natürlich nicht von allen Produkten, die ich bestelle, einen Screenshot. Interessanter Weise bin ich bei der Suche nach einem Beweis für den Preis von 299 Euro auf diese etwas veraltete Seite von B4F gestoßen und konnte so in aller Ruhe einen Screenshot nachholen. 🙂

Und im übrigen wollte ich noch anmerken, dass die Lieferung nun 4 Wochen, statt der angekündigten 2 Wochen dauerte. Oder lag das an den Feiertagen? Und beim tollen Winterschlussverkauf vor ein paar Tagen war die Website einen ganzen Tag lang nicht erreichbar. Ich finde, so langsam sollten sie sich mal ein paar mehr Server anschaffen. So, genug gemeckert! 😉 Ich werd jetzt die Jacke nochmal anprobieren und dann schweren Herzens wieder in den Karton verfrachten. 🙁

Muss das sein? So ein großes Paket und (fast) nix drin …

Im Büro wundert sich schon fast niemand mehr, wenn an einem Tag gleich 3 Pakete oder Päckchen für mich kommen. Ich hoffe mal, dass es jetzt nach Weihnachten etwas abklingt. 😉 Aber gestern hieß es mal wieder „Und schon wieder ein Paket für die Shopping-Queen“. Und es war ein großes Paket mit dem Absender Vente-Privée. Hm, für die Jeans oder die Lederjacke war es zu leicht, außerdem wusste ich auch nicht mehr genau, bei welchem der vielen Shopping-Clubs ich was bestellt hatte. Also flott das Paket aufgerissen und siehe da:

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Wie man sieht, sieht man nichts … zumindest nichts außer Füllmaterial. Ein bisschen drin gewühlt kam dann tatsächlich die Vans-Wollmütze raus, die ich am 22.11.07 bestellt hatte.

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Hallo? Eine Wollmütze in einem Paket, in das locker 3 Kühlschränke reinpassen? Muss das sein? So ein Mützchen kann man doch auch in einem Briefumschlag verschicken! Spart Verpackung, spart Transportkosten, spart Abfall. Tssss … sowas …

Aber die Mütze ist toll! 🙂

Label-Park … ein weiteres Vente-Privee

„Vente Privee“ ist direkt nach „Socken stricken“ der meistgenutzte Suchbegriff, über den Menschen via Google zu meinem Blog kommen. Scheint also wirklich ein gefragtes Ding zu sein. Nun hat sich jemand in meinen Kommentaren gemeldet und „berichtet“ darüber, dass es nun noch einen neuen Shopping-Club namens Label-Park.com gibt, der sich auf Snowboarder/Skater spezialisiert. Ich setze das „berichtet“ mal extra in Anführungszeichen, denn sein Kommentar soll wohl so klingen, als hätte er den Shop entdeckt … von wegen „anscheinend“ und „hab mich mal angemeldet“ … so ein Zufall, dass der Herausgeber auch Jens heißt. 😉

Himmel, warum muss man denn so tun, als ob? Warum schreibt man nicht einfach „Hey, wir haben jetzt auch so einen Shopping-Club.“? Und vor allem … warum stellt man sich noch so blöd an und postet den gleichen Kommentar einen Tag später nochmal direkt unter den vom vorigen Tag? Möcht nicht wissen, in wie vielen anderen Blogs dieser Kommentar auch aufgetaucht ist. 😉

Vente Privée: Doch nur Pseudo-Privat

Da verteilt man fleißig Einladungen, sammelt Meinungen der Freunde um einen hübschen Blogbeitrag zu schreiben, weil das Shopping-Prinzip von Vente-privee.com irgendwie Laune macht … und dann fängt man einen solchen Kommentar:

netter tipp, aber ich muss dich leider enttäuschen, gerade hab ich mich einfach so dort angemeldet und bin auch schon bei verkäufen angemeldet

Vente Privée ist ein Shopping-Konzept aus Frankreich, bei dem man nur als registrierter User bestellen kann. Registrieren kann man sich (angeblich) nur, wenn man von einem bereits registrierten User eingeladen wird. Der erfolgreichste Shopping-Club von allen, Vente-privee.com, ist in Frankreich bereits zum drittgrößten Modeversender aufgestiegen.

Ich hab mich mal vor ner Weile dazu einladen lassen (auch prompt was bestellt;) und auf die Rückmeldung von vorhin dann mal eine Neuregistrierung getestet. Und tatsächlich … man muss nur irgend eine empfohlene empfehlende Zeitschrift auswählen und schwupps ist man drin. Eine eMail-Adresse eines Werbers muss man nicht angeben.

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Ok, wenn die schnell Umsätze generieren müssen, isses klar, dass die sich nicht alleine darauf verlassen, dass Leute das Ding weiterempfehlen. Vente-privee.com ist ja eh schon an der Vermarktung in D dran, und wie man sieht, aktuell wohl in diversen Modezeitschriften. Aber dass das Ganze dann so primitiv abläuft, hätte ich nun doch nicht vermutet.

Mir nimmt’s jedenfalls irgendwie den Spaß. 🙁 Ich war wohl mal wieder zu naiv … 😉

Dass sich keiner so recht auf das reine Empfehlungsmarketing verlassen will, sieht man auch an den Konkurrenten BuyVip.de, die mit vip.rtl.de kooperieren und Brands4Friends.de, die „Gruppenmarketing“ bei StudiVZ betreiben. Nur von Privateoutlet.com hab ich bisher noch nix in der Richtung mitgekriegt.

Leider habe ich es nicht geschafft, mir mal die französische Seite von Vente-privee.com anzusehen (lande immer auf der deutschen). Hätte mich mal interessiert zu sehen, ob man da auch so einfach reinkommt. Bei meiner Recherche hab ich allerdings entdeckt, dass sich diverse Seiten dort schon darauf spezialisiert haben, das Einladungsprinzip für sich zu nutzen: Klickt man auf den Link „S’inscrire à la vente“ (Für den Verkauf anmelden) landet man auf der Registrierungsseite, in die die eMail-Adresse des Seitenbetreibers bereits voreingetragen ist.

buyvip.jpgSollte dennoch irgendwer an einer Einladung zu einem der genannten Shopping-Clubs haben wollen, bitte melden. Ich arme, Shopping-gebeutelte Bloggerin würde mich über die 8 Euro Provision bei Vente-privee bzw. 5 Euro bei Privateoutlet.com freuen. 😉

(Außer BuyVip, dort wurde mein Nutzer aus mir nicht bekannten Gründen storniert. Ich will aber auch gar keinen neuen mehr haben, denn die Seite geht mir mit dem dämlichen Vogel-Getacker eh auf die Nerven.)

Nachtrag: Eine tolle und sehr ausführliche Beschreibung aller Vente Privee-Dienste gibts bei Marko „Thinkomat“.