Zurück vom Barcamp und der Web 2.0 Expo

Tja, was soll ich sagen … es gab ja schon viele lobende Worte übers Barcamp und viele weniger lobende Worte zur Expo. Dem kann ich mich eigentlich anschließen, habe aber trotzdem selbst auch noch ein paar Anmerkungen … und ne fette Erkältung 🙁 da ist bestimmt die beknackte Klimaanlage im Keynote-Saal der Expo schuld! 🙁

Barcamp

DSCF5440.JPGDas Barcamp Berlin war richtig toll organisiert und es gab unglaublich viele spannende Sessions (z.B. Paperprototyping von Tobias). Fast schon zu viele Sessions 😉 denn irgendwie wollte ich keine auslassen und kam somit kaum zum Essen oder quatschen. Diesmal gabs kein gemeinsames Mittagessen, sondern ein ständig aufgebautes Buffet. Das war super, aber ohne ne richtige Pause konnte man nur zwischen den Sessions mal schnell rüberrennen, sich was auf den Teller schaufeln um dann mit dem Essen in die nächste Session zu gehen. Und irgendwie hatte ich zu wenig Zeit, um mit bestimmten Leuten zu quatschen, weil ich sie mit viel Umstand zwar endlich mal getroffen/kennengelernt hatte, dann aber nicht wiederfinden konnte. Vielleicht waren 450 Teilnehmer (abzüglich NoShows) auch ein bissl zu viel. Andererseits sorgten die viele Teilnehmer aber auch für richtig viele Sessions. Ungewöhnlicherweise war sogar der Sonntag komplett ausgebucht, man hätte sogar fast noch ne Runde Session brauchen können.

Es waren auch ein paar Studenten da, die einen Film über Web2.0 drehen. Mich wollten sie auch befragen zum Thema Blogs … ich bin aber bereits bei der Frage „Was ist ein Blog für dich“ schon grandios gescheitert … war mir irgendwie zu allgemein. 😉 Und zu den Fragen „Wie sieht der typische Blogger aus“ war mir dann zu klischeehaft und mit dem Thema „Frauen und Blogs“ möchte ich nirgendwo auftauchen. 😀 So ein Film kann auch ohne paulinepauline leben … Mittlerweile kenne ich auch diese Seite und weiß mehr über diesen Film. Keine Ahnung, warum die das beim Interview nicht erklären konnten.

Web 2.0 Expo

Tim O'Reilly KeynoteHm … die Expo war irgendwie … mau. 🙁 Schrecklich organisiert – das fing schon damit an, dass das Ticket so spät kam, dass ich es gar nicht mehr ausdrucken konnte – das Einchecken so lange gedauert hat, dass man zu spät zu den ersten Workshops kam, und man der Ausschilderung nie richtig trauen konnte. Zum Thema Essen und den Räumlichkeiten hat Frank einen prima Beitrag geschrieben, in dem er das Barcamp mit der Expo vergleicht … und ratet mal, was besser abschneidet! 😉

Ich habe jetzt auch gar keine Lust mehr, noch was über die Vorträge und Workshops (die gar nicht wirklich Workshops waren) zu schreiben, denn viel neues zu hören gab es nicht. Was ich nicht so richtig verstanden habe ist, warum so viele Keynotes als Werbeveranstaltung genutzt wurden (Amazon Webservices, Netvibes etc) oder warum der Workshop von Kathy Sierra vom Montag dann Dienstags nochmal in eine Keynote umgewandelt werden musste. Insgesamt wurden die Vorträge gegen Ende hin besser … wäre die ganze Expo so wie der letzte Vortrag (Karjalainen: Immersive Experiences: Intersections between Web 2.0 and Games) bzw. die letzte Keynote (Don Tapscott: Enterprise 2.0, Video auf Sevenload) gewesen … aber nichts desto trotz war’s echt cool, Kathy Sierra und Jesse James Garrett mal live erlebt zu haben! 🙂

Die Web2Open mit den Barcamp-ähnlichen Sessions fand leider zwischen den Expo-Ständen statt … viel zu weit weg von den anderen Vorträgen und vom Geräuschpegel zu nah an den Expo-Ständen.

Menschen

DSCF5577.JPGTrotz allem war es eine nette Zeit, in der ich viele Leute wiedertreffen oder kennen lernen konnte. Vor allem Twitter hat mir dabei geholfen. 😉 Auch wenn natürlich abschätzige Bemerkungen wie „Die Silke ist schon nicht mehr bei Twitter, sie ist schon bei Snitter angekommen“ nicht ausbleiben konnten. 🙁 Aber es ist schon lustig wenn man 3 mal nießen muss und dann via Twitter drei mal Gesundheit gewünscht bekommt. Dieser Twitterkontakt saß direkt hinter mir und wir konnten uns endlich mal real Hallo sagen. Insgesamt habe ich mehrere Twitterkontakte durch solche Zufälligkeiten kennenlernen … und auch auf Foto festhalten. 😉

Eine Woche in Berlin mit all den Verrückten … den Web 2.0 Verrückten … das war echt toll! 🙂

4 Antworten auf „Zurück vom Barcamp und der Web 2.0 Expo“

  1. Ja, das mit diesen sozialen Netzwerken ist schon ganz praktisch, habe selbst auch einige meiner Twitter- und Second Life-Kontakte persönlich kennengelernt. Soviel zur Angst meiner Mutter, ich würde vor dem Rechner vereinsamen.

    Ansonsten kann ich Dir hier bzgl. der Expo nur zustimmen.

    (und mein Schal war im übrigen im Hotel 😉 ).

  2. auch sehr praktisch beim twittern fand ich, dass man immer mitlesen konnte, um was es in den anderen vorträgen grad ging, ob die gut waren oder weniger … so konnte man notfalls zwischen drin noch wechseln 😉 was ich aber eigentlich nie gemacht hab, oder? *nachdenk*

    ich bin ja während der expo irgendwann dazu übergegangen, zu den vorträgen zu gehen, die mich am wenigsten interessieren. denn bei den themen, die mich am meisten interessieren, gabs recht wenig neues zu erfahren. aber es ist mir schon sehr sehr schwer gefallen, den vortrag über widgets sausen zu lassen. 😉

    (bin davon ausgegangen, dass der schal im hotel war;)

  3. Das mit den Vorträgen mach ich bei den meisten Konferenzen eigentlich so, denn man will ja auch mal was ganz neues hören. Klappt auch sogar manchmal 😉 Andererseits gibt es natürlich manchmal auch son Gruppenzwang, wenn ein guter Bekannter spricht. Kennt man zwar alles, aber geht man trotzdem hin 😉

    Gewechselt habe ich allerdings auch nie, denn man weiss ja nie, ob man im neuen Raum dann auch Strom hat 😉

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