Wie sozial ist Amazon?

Dass Amazon die Mutti im Social Commerce ist, weiß man – schließlich waren sie die ersten, die Produktbewertungen, Rezensionen, „Kunden kauften auch“-Empfehlungen etc. einsetzten und schon seit Jahren erfolgreich damit fahren. Aber wie „social“ Amazon wirklich ist, fragt sich Joshua Porter vom Brain Sparks Blog und zeigt das erstaunliche Ergebnis in einem tollen Chart – Amazon vereint auf einer einzigen Produktdetailseite nämlich 16 Social-Features:

Natürlich sind da viele tolle Features dabei, die es bei Amazon Deutschland noch nicht gibt wie z.B.

  • – Kunden, die dieses Produkt angesehen haben, kauften letztendlich folgendes Produkt
  • – Helfen Sie anderen, dieses Produkt zu finden
  • – Taggen Sie dieses Produkt
  • – Diskussionen

Dass wir in Deutschland hinterher hinken, sieht man also selbst bei Amazon, die die große Social-Feature-Vielfalt bei uns noch klein halten, bzw. in den USA erstmal testen.

Brain Sparks wundert sich in dem Artikel eigentlich, warum alle anderen, die jetzt endlich mal Social Features einbauen, damit immer groß in der Presse landen (zb. USAToday, die jetzt Artikelkommentare, Bewertungen etc. einsetzen). Bei Amazon fällt’s schon gar nicht mehr auf, wenn sie mal wieder klammheimlich ein neues Feature integrieren. 😉

Interessant finde ich bei der Gelegenheit auch mal wieder, dass Amazon alle Features und Contents einfach immer untereinander klatscht. Diese besagte Produktseite ist 8500 Pixel lang! Bei 1024*768 sind das 15 Bildschirmseiten (in diesem iPod-Beispiel)! Wenn ich im Vergleich dazu drüber nachdenke, wie wir in Deutschland immer an Produktseiten rumfeilen, Tabs einsetzen, mit Farbcodes arbeiten, den Content portionieren, nach Wichtigkeit sortieren und platzieren etc. …

4 Antworten auf „Wie sozial ist Amazon?“

  1. Allerdings muss man sich beim klammheimlichen Integrieren von neuen Features durchaus mal die Frage stellen, wie ernst amazon es denn mit dem Feature meint. Viel heißt noch nicht automatisch gut (das meine ich übrigens auch bezogen auf die Länge der Seite 😀 ).
    Und dass einige Features wie z.B. das Tagging offenbar nicht funktionieren, ist z.B. hier nachzulesen: http://www.librarything.com/thingology/2007/02/when-tags-works-and-when-they-dont.php

  2. aloha,

    ich denke amazon wird sich auch bei diesen Features die Frage auch stellen. davon bekommen wir ja nur das ergebnis zu sehen (leider).

    amazon ist nicht „sozial“. die wollen verkaufen und das ist auch gut so. was dabei hilft bleibt drin, was die user-experience und damit den Umsatz stört, fliegt raus. (In den Produktabschluss-Prozessen/Warenkorb etc. und der Logistik sind die einfach supergut!).

    Ich würde mir allerdings wünschen, dass amazon vor diesen „esoterischen“ Community-Features erstmal die Produkt-Suche fixed, denn die finde ich sehr oft nicht gut. die Ergebnisse sind teilweise doch recht abenteuerlich und ein anderes mal unerquicklich pingelig und sehr wenig fehlertolerant. das hab ich im web schon besser gesehen! nur gut, dass google auch amazon indiziert und meist auch auf der ersten trefferseite anzeigt (war schonmal jemand auf der zweiten google-trefferseite? gibt es die eigentlich überhaupt?)

    ahoj!
    jörg.

    p.s.:
    „Viel hilft viel“

  3. @Volkmar: Dass Amazon Features nur zum Spaß draufsetzt, glaub ich nicht. Die testen sie live, bevor sie die Features weltweit auf ihren Websites verteilen.

    Ich find die langen Seiten übrigens auch nicht gut. 🙂 Zumindest nicht diese Mega-Seiten bei Amazon. Ansonsten halte ich etwas längere Seiten immer noch besser als ewiges Blättern.

    @Jörg: – “esoterischen” Community-Features – witzige Bezeichnung. 😉

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