06.02.2010 - 13:38

Warum immer nur wir und nie die Anderen? (Es geht um den “sichtbaren Bereich”)

Wir, das sind in diesem Falle “Webmacher” im weiteren Sinne, also alle, die professionell Websites konzipieren, designen, flashen, programmieren etc. Und die Anderen … das sind heute mal die Zeitungsmacher.

Wir, also wir Webmacher, kriegen so oft zu hören, dass doch dies und jenes und auch noch das da alles im “sichtbaren Bereich” sein soll. Also über dem Falz, dem Fold, der Safety oder wie man es nennen mag. Mal davon abgesehen, dass es diesen einen “sichtbaren Bereich” ja gar nicht gibt, sind Websites, die man nicht scrollen muss, schon seit den 90ern out. Aber all das interessiert ja bekanntlich viele Menschen nicht, und sie fordern von uns Webdesignern, dass alles (und wenn, dann auch wirklich ALLES) im sichtbaren Bereich sein muss.

Deshalb fordere ich heute auch mal, dass ich alles (in Großbuchstaben: ALLES) im sichtbaren Bereich haben will! Und zwar bei der Zeitung meiner Wahl, der FAS, stellvertretend für alle Zeitungen! Also: Bitte alle Teile eines Artikels entweder über den Falz oder gerne auch unter den Falz, aber bitten nicht hier ein bisschen und dort ein bisschen.

FAS_komplett

Die Zeitungen haben doch den großen Vorteil, dass der sichtbare Bereich über dem Falz eindeutig fest steht. Aber warum warum warum kann man eine Zeitung mit langen Artikeln nicht so gestalten, dass ein Artikel sich komplett über dem Falz befindet und nicht immer 5 Zeilen noch überlappen und man ständig hin und her drehen muss?

FAS_oberteil

Jeden Sonntag freue ich mich auf die neue Folge “Wie wir reich wurden” in der FAS und jedes mal muss ich erstmal knicken, falten, drücken, drehen, knautschen und machen, bis ich das Ding so habe, dass ich es in einem durchlesen kann. Dass ich nicht ständig die Ansicht wechseln muss oder das komplette Zeitungsmonster aufgeklappt halten muss. Ja, ich finde das Format einer Zeitung hat was von einem Monster!

FAS_unterteil

Sowas wäre doch mal ein praktisches Update für das Zeitungsformat. Sollte es durch die strikte Aufteilung der Artikel auf die Bereiche über und unter dem Falz zu irgendwelchem Weißraum kommen, kann der ja mit Werbung gefüllt werden. ;)

(Ja, ich weiß, dass ich Zeitungen auch online lesen kann und dass mit dem iPad ja sowieso alles besser wird.;)

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30.11.2009 - 13:30

Das leise Sterben der Barcamp-Vorstellungsrunde

Ich war dieses Jahr auf nicht vielen Barcamps, nur 4 oder so. Letztes Jahren waren es bestimmt 10. Vielleicht hat sich über die Jahre ein bisschen was verändert, denn Barcamps entwickeln sich ja auch weiter, so wie es z.B. mittlerweile sehr viele Themencamps gibt. Dennoch gibt es meiner Meinung nach gewisse Elemente, die für ein echtes Barcamp-Feeling ganz wichtig sind, die aus einem “großen Treffen” erst ein richtiges Barcamp machen. Eines davon ist die Vorstellungsrunde.

Ich war mittlerweile (nicht nur dieses Jahr) häufiger auf Barcamps, bei denen man die Vorstellungsrunde aus Zeitgründen weggelassen hat. Der ein oder andere mag die Vorstellungsrunde als nicht so wichtig empfinden, und die Diskussion, ob man sie braucht, gab es schon häufiger. Aber ich fühle mich gerade bemüßigt, ein Plädoyer für die Vorstellungsrunde zu halten.

Das Tolle an Barcamps sind meinem Empfinden nach vor allem zwei Dinge: Die tollen Sessions und die tollen Leute. Den tollen Sessions wird viel Zeit und Raum eingeräumt. Und um mit den tollen Leuten zu quatschen gibt’s die Warm-up-Party, die Samstags-Abends-Party und die kleinen Pausen zwischendurch. Und wem das noch nicht reicht, der kann ja auch Sessions ausfallen lassen.

Um die Sessions kennen zu lernen, gibt’s die Sessionplanung. Und um die Leute kennen zu lernen gibt’s die Vorstellungsrunde. Und das finde ich super so – nicht, weil ich 250 Namen in 45 Minuten auswendig lernen will, sondern weil vielleicht 3 oder 4 Leute dabei sind, die (für mich) sehr spannende Tags nennen. Oder weil ich von 3 oder 4 Leuten, die ich schon lange aus dem Netz kenne, weiß, dass sie zum Barcamp kommen, ich sie aber in Echt dann doch nicht erkenne. In der Vorstellungsrunde kann ich sie ausfindig machen. Und es ist mir schon sehr oft so ergangen.

Das Argument, die Vorstellungsrunde dauert zu lange bei 250 Leute, mag ich nicht gelten lassen. In der Regel halten sich alle daran, nur ihren Namen und drei Tags zu nennen. Und ich habe auch schon Vorstellungsrunden mit 400 Teilnehmern erlebt. Auch das ist machbar und bringt sehr viel. Lieber verzichte ich auch eine Reihe Sessions. Schließlich gehen wir auch zu den Barcamps, um uns kennen zu lernen (und voneinander zu lernen).

Klar kann man sich auch so über den Weg laufen, aber da rennen so viele Leute rum und nicht alle befrage ich nach ihren Lieblingsthemen und ich kann auch nicht allen aufs Badge schauen. Und gerade weil ein Barcamp keine kühle Konferenz ist, sondern ein warmes Miteinander, gehört die Vorstellungsrunde unbedingt dazu!

Unvergesslich, wie Olli Ueberholz beim Barcamp in Frankfurt während der Vorstellungsrunde zu dem Teilnehmer neben ihm ausrief “Ach du bist das!”. ;-)

Noch ein Befürworter der Vorstellungsrunde: Carsten. :-)

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01.09.2009 - 18:49

Woran es beim Online-Frankieren der Deutschen Post hapert

Wie man gesehen hat, bin ich fleißiger Packstationsnutzer … aber auch begeisterter Online-Frankierer. Aber heute war’s irgendwie anders, das Online frankieren. Es scheint, als gäbe es einen neuen Konfigurator, auch wenn er nicht sonderlich neu aussieht. Ich bin mir also nicht sicher, aber irgendwas war heute anders.

Ich starte wie immer auf post.de und klicke auf “Online frankieren”, dann landet man (neuerdings?) auf https://internetmarke.deutschepost.de. Wie man sieht, befindet man sich direkt im Warenkorb, was mich ein wenig verwirrt. Schließlich habe ich doch noch gar kein Porto gewählt. Und die Briefmarken, die schon im Warenkorb liegen, erst recht nicht. Komisch.

post_warenkorb_k

Nach einigem Suchen und motzigen Twittern finde ich ganz unten den Button “Paket oder Päckchen”. Ich wähle also mein Zielland “Frankreich” und “Päckchen”. Kostet 8,60 €. Seltsamer Weise erscheint aber ein Gesamtpreis von 14,10 €! Ahso, die ungewünschten Briefmarken sind ja noch im Warenkorb! Doof.

post_warenkorb_paeckchen_k

Nachdem die Briefmarken also raus sind, kann man mit dem Eingeben der Adressen beginnen. Nun ist in meinem Beispiel der Empfänger Private Outlet nicht sparsam, was die Adresse angeht.

Folgendes muss in das Formular reingequetscht werden:

PRIVATE OUTLET
Service Retours
Bestellnummer: POC00000000000
c/o L4 LOGISTICS
Zl de l’Orme Pomponne
44 Avenue Paul Langevin
91130 Ris Orange – FRANCE

Und so sieht das bereitstehende Formular aus:

post_adressformular

Wie soll das bitte schön passen? Sollte die Post da nicht noch weitere optionale Felder anbieten? Und wie sieht’s aus mit Länderspezialitäten? Die Hausnummer in Frankreich wird z.B. immer vor die Straße gestellt. Ich habe zwar hier bereits Frankreich als Zielland angegeben, aber das Formular zeigt die Hausnummer immer noch hinter der Straße an.

Wenn ich alles reinquetsche zeigt mir die Vorschau, dass ausgerechnet meine Bestellnummer dran glauben muss und nicht mehr angezeigt wird. Ich hatte sie in die erste Zeile hinter “Service Retours” geschrieben. Doof.

post_vorschau

Gehen wir weiter zu Schritt 2: “Bezahlart auswählen”. Hier gibt es neuerdings einen Mindestzahlbetrag von 10 € bei Zahlung per PayPal oder GiroPay. Na super! Ich muss also bei der Post 1,40 € Guthaben parken, bis ich mal wieder was frankiere. Damit bin ich eigentlich nicht einverstanden.

post_mindestzahlbetrag

Nächster Schritt: Porto ausdrucken. Klappt widererwarten, auch wenn das PDF, das sich öffnet, fett “MUSTER” über der Adresse stehen hat. Im Ausdruck ist alles richtig (bis auf die fehlende Bestellnummer).

Weiter unten auf der Seite gibt’s dann eine “Kurz-Registrierung”, welche diesen Namen aber nicht verdient. Unter “kurz” verstehe ich “E-Mail-Adresse” und “Passwort”. Hier aber wird die komplette Adresse verlangt. Wobei mir einfällt, dass ich ja bei der Angabe des Absenders bereits meine Adresse angegeben habe. Warum wird diese dann hier nicht vorausgefüllt?

post_kurzregistrierung_k

Leider war dies nun immer noch nicht der finale Schritt, denn mein Wunschpasswort hat sich als nicht Post-kompatibel herausgestellt.

post_fehlermeldung

Hier frage ich mich zum Einen, warum Sonderzeichen verboten sind (schließlich werden Passwörter dadurch doch sicherer), und zum Anderen warum diese Info nicht vorher bereits angegeben wurde. Doof.

Danach hat mich eigentlich nur noch gestört, dass in der Bestätigungs-E-Mail weder Produkt noch Preis genannt wurden. Eine solche Quittung muss ich aber an Private Outlet senden, um die Portokosten zurückerstattet zu bekommen. Was also tun? Eine Mail an die Post schicken und nachfragen. Die Antwort:

Als registrierter Kunde erhalten Sie eine Rechnung über Ihre Käufe per Post zugesandt.

Das ist nicht deren Ernst, oder? Man frankiert ONLINE und erhält die Rechnung PER POST?

Nachträglich ist mir dann aufgefallen, dass sich ja immerhin auf der Seite “Porto ausdrucken” auch ein Lieferschein als PDF befindet. Den habe dann an Private Outlet gemailt.

Also mal ganz ehrlich: Wer von Euch hat so viel Geduld? Ich halte das Online frankieren für ein Top-Angebot der Post, aber ein klein wenig Optimierungsbedarf ist noch vorhanden, oder?

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26.08.2009 - 7:21

vente-privee – Eingeladen beim Shopping-Club in Paris

Vor ein paar Monaten war ich in Paris und hatte ein kleines Rätsel auf Twitter gestellt. Aber dieses Pink ist bei uns in Deutschland wohl noch nicht ausreichend bekannt, so dass das Rätsel wohl zu schwer war. ;) Ich stehe bei diesem Foto vor dem Lager von vente-privee.com, das in Frankreich mit seinem allgegenwärtigen Pink so bekannt wie bei uns das Telekom-Magenta.
vente-privee.com, die Mutter aller Shopping-Clubs aus Frankreich hatte mich zu einem Besuch mit Führung durch die Lager, Studios und Büros in die Hauptniederlassung nach Paris eingeladen. Wow!

Im Lager

Isabel, die PR-Cheffin, empfing mich am Flughafen und los ging’s zum großen, pinkfarbenen Lager in Le Blanc-Mesnil nördlich von Paris. Die Führung durchs Lager war auf Französisch mit optionaler Übersetzung auf Deutsch … worauf ich erstaunlicher Weise verzichten konnte! :)

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Das Lager ist kein klassisches Warenlager, sondern dient eigentlich nur der Umverteilung, denn vente-privee bestellt die Waren beim Hersteller ja bekanntlich erst nach Ende einer Auktion. Sobald die Waren dann hier ankommen, werden sie ausgepackt, mit Barcode versehen, umverteilt und verschickt.

Hier sieht man also, wie die Kartons gefaltet werden. Dafür gibt’s zwei unterschiedlich große Maschinen. Jedes Paket erhält hier seinen individuellen Barcode – darin enthalten sind die Adress- und Bestelldaten.

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Weiter geht’s mit dem Rollband – immer, wenn das Paket an einer Stelle vorbei kommt, wo in den pink-farbenen Kisten ein Teil der Bestellung drin ist, wird das Paket rausgeschubst. Die fleißigen Lagerarbeiter scannen den Barcode, legen den benötigten Artikel rein und weiter geht die Reise. So lange, bis das Paket durch das gesamte Lager durch ist und alle Produkte im Karton sind.

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Auf dem Foto unten sieht man die Paket-Verschließ-Maschine. Je nach Füllung wird der Karton noch mit Füllmaterial aufgefüllt, die Ränder umgebogen und der Deckel draufgeklebt. Dann geht’s weiter zum Aufdrucken der Adresse. Dazu wird wieder der Barcode gelesen, der Aufkleber gedruckt und draufgeklebt.

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vente-privee als größter Kunde der französischen Post, sortiert die Pakete bereits vor – nach Ländern und innerhalb von Frankreich auch noch nach Regionen. Anschießend werden die Pakete gestapelt und die Stapel mit Folie umwickelt – sehr witzig: dafür gibt’s einen Automaten, der von alleine immer im Kreis um den Stapel rumfährt und wickelt!

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In der Unternehmenszentrale

Danach ging’s weiter im vente-privee-Auto zur Unternehmenszentrale in La Plaine Saint Denis und dort durch alle Abteilungen wie Einkauf, Produktion (mit Verkaufskoordination, Home Design, Motion Design), IT-Abteilung, Foto- und Tonstudios, Retusche, Marketingabteilung, Redaktion Rosebuzz und die Mitgliederbetreuung.

Wie man an den vielen Abteilungen sieht, macht vente-privee alles selbst! Und das für alle Länder von Paris aus. Hier sitzen also komplette Teams für die Aktionen in Deutschland, Spanien, Italien etc. Und wie bei allen Shopping-Clubs wimmelt es auch hier nur so vor Kleiderständern und Kisten!

Für jede Aktion wird ein eigenes Konzept erstellt, wie die Marke präsentiert wird. Das umfasst den Trailer inkl. Musik, den Teaser und die Aktionseinstiegs- und Rubrikenseiten sowie bei bestimmten Produkten auch deren Präsentation. Die Fotos hier zeigen einen Flashfilm, für den ein Tischkicker eigenes in 3D modeliert und animiert wurde.

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Die Marken sind von der Arbeit vente-privees so begeistert, dass es bereits Anfragen von Marken gab, ob vente-privee nicht die generelle Gestaltung der Werbemaßnahmen für sie übernehmen wolle.

Die Musiken werden alle selbst komponiert und eingespielt. vente-privee hat 5 Tonstudios mit allen möglichen Instrumenten, in dem die Musiker die Stücke selbst einspielen und auch singen. Manchmal werden auch bekannte Musiker eingeladen. Als von den Kunden die Frage aufkam, ob man die Musik nicht auch auf CD erwerben könnte, wurden hier die schönsten Melodien überarbeitet und als CD produziert. Klingt wirklich toll!

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18 Foto- und 5 Videostudios hat man hier, und gerade wird noch ein weiteres Gebäude mit zusätzlichen 40 Studios gebaut. Auf dem ersten der folgenden Fotos sieht man, wie die Belegung der Studios über einen großen Plan organisiert wird. Da vente-privee nicht nur Klamotten verkauft (die auch noch gebügelt gefönt werden) sondern auch andere Dinge, werden in den Studios auch schon mal traumhafte Kinderzimmer aufgebaut!

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Ich hatte noch diverse andere Fotos gemacht bzw. wollte sie machen, aber vente-privee nimmt das Clubprinzip sehr genau und kommuniziert nicht nach draußen, welche Marken und Produkte verkauft werden. Daher ist es auch streng verboten, Fotos von Marken oder Artikeln zu machen bzw. zu veröffentlichen.

vente-privee überrascht wirklich bei allem was sie tun. Vor kurzem (also im April;) wurde ein neues Intranet eingeführt. Dafür wurde eigens eine Party für alle Mitarbeitern von allen Standorten gefeiert und die große Eingangshalle wurde in einen Dschungel verwandelt. Im Eingangsbereich stehen wirklich abgefahrene Kunstwerke, da der Gründer, Jacques-Antoine Granjon, Kunst sammelt. Leider kann ich den lebensgroßen Bären mit den Kettensägen in den Tatzen auf Grund der Rechte des Künstlers nicht zeigen. Auf den nächsten Bildern sieht man links noch ein großes Transparent, das das neue Intranet ankündigt, rechts dann die coole Küche! Über das Intranet können sich die Mitarbeiter z.B. auch zum Mittagessen verabreden – und zwar nach Sprachen. Wer Lust hat, mal ein wenig Spanisch zu reden, sucht sich spanische Kollegen für die Konversation etc.
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Wie man also sieht, war ich total begeistert! Von den Leuten hier, vom Unternehmen und von Frankreich sowieso. Ich war seit über 10 Jahren nicht mehr in Paris, obwohl ich hier mal kurze Zeit gewohnt habe. Es war wirklich toll und ich bedanke mich bei vente-privee für den tollen Tag.

Mehr erfahren über andere Shopping-Clubs:

  • Eingeladen beim Shopping-Club BuyVIP
  • Zu Besuch bei brands4friends
  • Das Blog Shopping-Clubs.de informiert über alle neuen Aktionen der Shopping-Clubs. Dort kann man sich auch anmelden und einladen lassen.

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    22.08.2009 - 15:40

    Produktpräsentation: Alessi vs. Reisenthel

    Ein kleiner Vergleich der Produktpräsentationen auf Alessi.com und Reisenthel.de.

    alessi_home_m reisenthel_home_m

    Letztens gab’s eine Alessi-Aktion in einem der Shopping-Clubs. Da mir schon lange keine Alessi-Sachen mehr über den Weg gelaufen sind, habe ich mich gefragt, ob Alessi immer noch so aussieht wie früher. Denn die Produkte, die ich in Erinnerung habe, haben den Style der 80er oder 90er. So kam ich also auf die Idee, mal auf Alessi.com nach den Produkten zu schauen.

    Alessi
    Ich habe also die Website Alessi.com aufgerufen und dabei folgendes vorgefunden:

    alessi_home_k

    Man sieht erstmal kaum Produkte, stattdessen ein durchlaufender Banner als Bühne und darunter Einstiege nach Environment, Typology, Color, Brand und Designer.

    In Environment, Designer und Brands muss man noch zwei mal klicken, bis man endlich mal Produkte sieht. Allerdings nur winzig kleine Bildchen. Dazu gibt’s aber eine Art Filter, in dem man neben Typology noch Brands und Designer kombinieren kann. Das ist zwar praktisch, aber sehr frickelig gelöst.

    alessi_environment_k

    Bei Colors erhält man 6 Bildchen, die sich bei Klick auf den Pfeilkreis langsam austauschen. Was zwar schick aussieht, aber auf Dauer langwierig und langweilig ist. Außerdem: kleine Bildchen.

    alessi_colors_k

    Die generelle Produktliste zeigt kaum Bild, dafür um so mehr Text:

    alessi_liste_k

    Und auch auf der Detailseite wird das Bild nicht groß genug. Eine Zoom-Funktion gibt es leider auch nicht:

    alessi_pds_k

    Typology nutzt den gleichen Filter wie Environment, Designer und Brands, allerdings erweitert um Typology. Warum der Filter nicht überall gleich ist, ist mir nicht ganz klar geworden.

    alessi_typology_filter

    Ebenfalls verwirrend finde ich die Unterkategorien in Catalogue, die nämlich nicht den Einsteigen auf der Startseite entsprechen. Hier gibt’s noch zusätzlich Materials und Thematic paths.

    alessi_catalogue_navi

    Wer sich nicht selbst durchklicken will, kann sich auch diesen Screencast anschauen:

    Fazit Alessi.com
    Also alles in allem wirkt die Seite so, als hätte sich jemand sehr viel Gedanken um die Kategorisierung der Produkte gemacht, sich dann aber letztendlich in einem zu Viel an Navigation verloren. Es braucht viele Kicks, bis man mal Produkte sieht, und dann immer nur in kleinen Bildchen. Selbst auf Produktdetailseiten gibt es keinen Zoom.

    .

    Reisenthel
    Nachdem ich also enttäuscht eine gefühlte Ewigkeit durch die Website von Alessi geklickt hatte, fiel mit Reisenthel.de ein. Die luftig fluffige Website mit den umherfliegenden Taschen. Ein wunderschönes Gegenbeispiel, wie man Produkte aus einer Kombination von “praktisch” und “unterhaltsam” präsentieren und zugänglich machen kann.

    reisenthel_home_k

    Die Seite startet mit einem einzigen großen Teaser, dadurch wirkt sie frei und nicht überladen. Irgendwie erfrischend, dass mal nicht alles mit Teasern zugepflastert ist. Der Klick auf “Produkte” zeigt erstmal alle Produkte! Zwar sind diese dann auch relativ klein, aber die Seite ist sehr eindrucksvoll!

    reisenthel_kollektion_k

    Verschiedene Kategorien können über die Navigation ausgewählt werden (hier: Einkauf, sortiert nach Farbe):

    reisenthel_einkauf_k

    Unten kann man auch nach Farbe wählen. Je weniger Produkte sich in der Auswahl befinden, desto größer werden sie dargestellt.

    reisenthel_rot_k

    Aber das beste ist: Bei jedem Klick wandern die Produkte quer über die Seite zu ihrem neuen Platz! Damit könnte man einen halben Tag zubringen. ;)

    Die Detailseite fokussiert auf das Produkt und reduziert die Funktionen der Website auf das Nötigste:

    reisenthel_pds_k

    Die Navigation ist sehr schön reduziert. Oben rechts die Kategorien:

    reisenthel_navi

    Und unten die Farben / Sortierungen.

    reisenthel_filter

    Und auch von Reisenthel habe ich einen Screencast gemacht, allerdings ruckelts etwas. Die Produkte fliegen wohl zu schnell über die Seite:

    Fazit Reisenthel
    Das ist zwar alles mit Flash gemacht (und ich bin nicht grad der größte Flash-Fan), aber dieser spielerische Umgang mit den Produkten macht einfach wesentlich mehr Spaß als die Alessi-Seite. Und ist zudem noch sehr übersichtlich! Vor allem, da sich die Website auf die Produkte konzentriert und das Design der Website komplett im Hintergrund steht.

    Alles in Allem …
    … gefällt mir Reisenthel sehr viel besser, wobei man dazu sagen muss, dass Reisenthel weniger Produkte auf der Seite hat (gefühlt zumindest, wer wie viele Produkte hat, weiß ich nicht) und mit Flash gemacht ist.

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    19.08.2009 - 13:27

    Pl0gbar Rhein-Main in Darmstadt am 10.9.2009

    Nach einigen pl0gbars in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden haben wir uns gedacht, man könnte doch auch mal einen Ausflug nach Darmstadt machen. Gehört ja schließlich auch zum Rhein-Main-Gebiet.

    Nach einer Doodle-Umfrage kamen nun folgende Daten zum Vorschein:

    Donnerstag, 10.9.2009 ab 19 Uhr
    Weststadtcafe

    Mainzer Straße 106
    64293 Darmstadt
    06151 824730

    WebsiteGoogle-Maps

    Bei schönem Wetter kann man hier wunderbar draußen sitzen und selbst Grillzeugs mitbringen, das man auf dem großen Grill vom Weststadtcafe brutzeln kann. Bei schlechtem Wetter dann halte drinnen. Es gibt auch einen W-LAN-Hotspot zur freien Benutzung.

    Damit wir reservieren können, wäre es klasse, wenn Ihr Euch hier in den Kommentaren oder auf einer der folgenden Plattformen anmelden würdet: Facebook, pl0gbar.

    Was ist eine pl0gbar?

    Ein nettes Zusammentreffen von Menschen, die sich fürs Web interessieren und gerne bei einem Bierchen oder zwei darüber plaudern. Eingeladen ist jeder, der Interesse daran hat. Wir freuen uns auf Euch! :) (pl0gbar Community)

    Silke und Markus

    Hier geht’s zu Markus Beitrag über die pl0gbar.

    Twittertreffen in Wiesbaden am 20.8.2009

    Für Freunde des Weingenusses gibt es übrigens morgen ein kleines Twittertreffen auf der Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden.  Wer’s noch nicht mitbekommen hat, kann sich gerne noch kurzentschlossen zu uns gesellen. :) Treffpunkt ist um 19 Uhr das Weingut Lamm-Jung auf dem Dernschen Gelände nähe Bushaltestelle. (auf dem Plan Stand 112:  http://bit.ly/x99s2 – PDF)

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    12.08.2009 - 22:22

    Auch eine Deutsche Post kann im Social Web begeistern

    Die Post hat mich nun schon zwei mal überrascht. Zum Einen durch die Twitter-Aktivitäten, die mich sehr begeistert haben, und zum Anderen der schicke Einsatz von Google-Maps für die Filialsuche. Funktioniert bestens!

    Die Packstation auf Twitter

    Als mir letztens eine Quittung fürs Abschicken eines Pakets an der Packstation fehlte, erinnerte ich mich daran, dass die Packstation ja unter @Packstation twittert. Was liegt also näher, als direkt zu fragen:

    twitter_packstation1_k

    Prompt (10 Minuten später!) kam auch eine Antwort. Allerdings von @DHL_Packstation:

    twitter_packstation2_k

    So, so, der eine Packstationsaccount informiert über Neuigkeiten, der andere kümmert sich um den Support. Steht zumindest so im Profil:

    Kundenservice für alles rund um die Packstation von DHL. Kontakt: twitter@packstation.de

    Toll! Es gibt sogar eine extra E-Mail-Adresse für Twitter. :) Dort habe ich mein Anliegen also hingemailt und 2 Stunden später klingelt meine Handy. Es meldet sich die Packstation! :) Man klärt mich auf, dass es für das von mir verschickte Päckchen (oder was auch immer die genaue Bezeichnung ist) keine Quittungen vorgesehen sind. Aber sie würden mir dennoch eine Bestätigung schicken.

    Und dann passiert etwas Witziges. Der nette Mann am Telefon klickt anscheinend in mein Konto rein und stellt fest: “Oh, sie verschicken aber viele Pakete!” Prompt bietet er mir an, mir noch ein paar Paketmarken mit der Quittung mitzuschicken.

    3 Tage später finde ich folgendes Paket in der Packstation: (Absender Packstation;)

    packstationpaket_k

    Was alles aus dem Päckchen rauskam, hat mich schier umgehauen: 3 Paketmarken à 10 Euro, ein paar Päckchen Post-gebrandete Tempos, 3 Probe-Päckchen Sonntagmorgen-Kaffee, 1 Gutschein für Amazon und 1 Gutschein für Douglas.

    Mir war nicht bewusst, dass ich ein derart guter Kunde der Packstation bin. ;-) Vielen Dank dafür!

    Die Post und Google Maps

    Da ich mir nie die Öffnungszeiten der Post merken kann, bin ich regelmäßiger Nutzer der Filialsuche der Post. In der Regel sind Filialsuchen gräßliche Dinger. Entweder bieten sie nur eine unsortierte Liste oder unpraktische Karten, die sich nur schwerlich zoomen und verschieben lassen.

    Neuerdings (naja, schon einige Zeit) hat die Post nun Google-Maps integriert. Sieht so aus:

    • Schiebt man die Karte ein wenig weiter und klickt auf einen anderen gelben Punkt, ändert sich auch die Liste am linken Bildschirmrand.
    • Will man statt Filialen doch lieber z.B. Packstationen finden, kann man oben links aus dem Dropdown auch etwas anderes wählen.
    • Sucht man nur Filialen, die noch offen haben, ist das auch kein Problem, denn auch dafür gibt’s einen Radiobutton.
    • und und und!

    Man merkt, dass sich da jemand wirklich Gedanken darum gemacht hat, mit welchen Wünschen ein Nutzer auf dieser Seite aufschlagen könnte!

    Was will man mehr? Naja, vielleicht Openstreetmap statt Google-Maps … aber sonst … ;-)

    Ich möchte jetzt Fan werden von der Deutschen Post! Hat sie eine Facebook-Page? Nein, leider nicht – also wird’s leider doch nichts mit dem Fan-sein. :(

    PS. Für alle Punktesammler: Man kann bei den Packstationen auch Treuepunkte sammeln! Einfach im Packstationsprofil das “DHL Prämienprogramm” auswählen. Unter Paket&Punkt.de kann man dann aus ein paar Prämien wählen, z.B. eine Portowage oder Paketmarken.

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    04.05.2009 - 22:13

    Einloggen mit Facebook-Connect

    Das, was OpenID leider bisher nicht geschafft hat, scheint Facebook nun gelingen zu wollen: Einen übergreifenden Login für (alle teilnehmenden) Websites zu bieten. Sowas voranzutreiben ist mit 200 Mio Nutzern natürlich ungleich einfacher als mit einem komplizierten, aber eigentlich tollen und unabhängigen System, wie OpenID es ist. Außerdem hat Facebook ja nun bekannt gegeben, dass sie auch OpenID unterstützen werden … und ab hier klingt’s schon fast wieder kompliziert, deshalb hör ich direkt wieder auf und schwenke über zu dem, was ich eigentlich wollte: Beispiele zeigen, wie sowas aussehen kann.

    Denn, Facebook-Connect kann mehr, als nur ein übergreifender Login zu sein. Facebook-Connect bedeutet auch, dass man darüber seine Daten, die man auf Facebook gespeichert hat, mitnehmen kann in andere Netzwerke und andere Webdienste. Und ebenso kann man sein Freundesnetzwerk mitnehmen – aber nur das Netzwerk, nicht die Freunde selbst, denn die wollen ja sicherlich lieber selbst entscheiden, wo ihre Daten gespeichert sind. Dadurch bietet sich Facebook auch als eine Möglichkeit zur Generalverwaltung der eigenen Daten an.

    Seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten, will ich darüber bloggen und komm nicht in die Puschen. Auf meinem Rechner stapeln sich die Screenshots … und dann kommt so was wie Bild.de daher und bietet einen Login über Facebook an. Darüber hab ich mich so erschrocken, dass ich doch tatsächlich diesen Blogbeitrag angefangen habe. ;)

    Einloggen / Registrieren mit Facebook Connect bei Bild.de

    Der Login-Link ist klein und versteckt auf Bild.de, so wie alles was nicht Bild oder Überschrift ist.
    bild_loginlink

    Eigentlich kann man sich mit Facebook auch auf Bild.de registrieren, nur dummerweise wird das niemand merken, denn im Registrierungsformular steht davon nix:

    bild_registrierung

    Klickt man allerdings auf Login, findet man einen Button namens “Connect with Facebook”:

    bild_login

    Da drauf geklickt kommt erstmal der Facebook-Login, mit dem man verifiert, wer man ist:

    bild_facebookconnect

    Dann ist man eigentlich schon eingeloggt. Aber erstmal gilt es zu klären, ob …

    - man bereits bei Bild.de registriert ist und seinen FB-Account mit dem Bild-Account verknüpfen will oder

    - man noch nicht bei Bild.de registriert ist und jetzt einen neuen Account anlegen will.

    bild_anmeldung_mit_fbconnect1

    Also alles ganz relativ normal und Facebook-Connect-typisch. Bis auf die Sache, dass Bild.de im Registrierungsformular den FB-Button vergessen hat. ;) Und … dass man nochmal nach der E-Mail-Adresse gefragt wird. Warum eigentlich?

    So sieht es also aus, mein Facebook-Connected Profil bei Bild.de:

    bild_profil

    Warum sind hier nicht die fehlenden Daten ausgefüllt? Die können doch von Facebook übernommen werden. Und am 1.1.1970 bin ich auch nicht geboren. Immerhin ist mein Foto da, wenn auch etwas gestreckt … naja, macht mich schlanker. ;)

    Aber was ich ganz besonders schade finde, ist die Tatsache, dass ich keine Freunde sehe. Also meine Freunde von Facebook, die auch hier bei Bild.de registriert sind. Oder die noch nicht registriert sind, die ich aber einladen könnte.

    Also alles in allem benutzt Bild.de Facebook nur als Login-Möglichkeit. Ziemlich unspannend.

    Mal sehen, was Brightkite bietet:

    Einloggen / Registrieren mit Facebook Connect bei Brightkite.com

    Bei Brightkite taucht Facebook leider auch nicht im Registrierungsformular auf. Dafür aber schön sichtbar als Login-Button:

    brightkite_navi

    Auch hier landet man automatisch im Facebook-Fenster um sich einzuloggen. Danach hat man einen neuen Account. Egal, ob man schon bei Brightkite registriert war oder nicht. Das war bei Bild.de besser, denn da wurde man wenigstens gefragt, ob man bereits einen Account hat oder einen neuen anlegen möchte.

    Im Profil ist nichts zu sehen, nur der Name wurde übernommen, daher spare ich mir mal den Screenshot. Klickt man auf “Freunde”, kann man immerhin nach Freunden von Facebook suchen. Allerdings muss man dazu nochmal auf einen “Connect with Facebook”-Button klicken. Komisch, denn ich habe mich doch schon connected.

    brightkite_freundefinden

    Und so sieht die Freundesliste dann aus: Oben die Freunde, die sich auf Brightkite schon mit Facebook connected haben, und unten drunter kommen dann noch die restlichen, die man einladen kann.

    brightkite_freunde

    Hier kann man also immerhin die Freunde rüberziehen, auch wenn man das nochmal anstoßen muss.

    GIbts denn keine Seiten, die Facebook-Connect ausführlicher einsetzen?

    Über die Entwickler-Info zu Facebook Connect kam ich dann letztendlich zu Citysearch, von dem ich dann begeistert war!

    Einloggen / Registrieren mit Facebook Connect bei Citysearch.com

    Man sieht die Login-Möglichkeit direkt in der Navigation:

    citysearch_navi

    Und auch im Registrierungsformular kann man Facebook für die schnelle Registrierung auswählen:

    citiysearch_registrierung1

    Hat man das hinter sich gebracht und schaut sich sein Profil an, ist quasi ein “Wunder” passiert ;) … denn ohne irgendwelches Zutun tauchen hier plötzlich ein paar Freunde auf! Links die Freunde, die ihr Facebook-Profil bereits mit Citysearch verknüpft haben, und rechts die Restlichen, die ich auch hier noch einladen kann!

    citysearch_profil_k

    Fazit

    Bild.de: traurig

    Brightkite.com: geht so

    Citysearch.com: schon besser

    Man muss sich also schon Mühe geben, wenn man Facebook Connect einbaut. Vor allem, wenn man Bild.de heißt und Max Musternutzer davon überzeugen will. ;) Als fertiges, Usability-optimiertes Komplettset gibt’s das leider nicht. Generell scheint es wohl eher schwer zu sein, ein Beispiel zu finden, das die Möglichkeiten besser ausschöpft. Oder weißt hier jemand ein tolles Beispiel? :)

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    6 Kommentare »

    25.04.2009 - 18:05

    Wenn sich eine Singlebörse in ein Social-Network einklinkt …

    … kommt leider nix spannendes dabei raus. :(

    Vor kurzem bin ich irgendwo über die Meldung gestolpert, dass neu.de jetzt mit Lokalisten.de kooperiert und neu.de auf auf der Startseite und allen Profilseiten von über 18-jährigen Singles auf Lokalisten.de integriert ist.

    Integriert! Klingt spannend, dachte ich mir und habe nachgeschaut. Besser gesagt, ich habe nach der Integration gesucht. Man braucht nämlich eine Weile, bis man sie findet! Denn … es ist ein kleiner Link ganz unten links, bzw. im Profil ist es noch einer, direkt hinter dem Familienstand. Ich war … beeindruckt … vorrangig von den tollen Bergen in dem Urlaubsbanner direkt darunter! (Die waren wirklich da, bevor der Banner dann rot wurde;)

    Startseite                                                             Profil

    lokalisten_start_k lokalisten_profil_k

    Was passiert nun, wenn man auf den Link “Singles in deiner Nähe” oder “Andere Singles” klickt? Man landet innerhalb von Lokalisten.de auf einer Seite, die die Möglichkeit bietet, nach Singles zu suchen:

    neu_auf_lokalisten_k

    Und suchen bedeutet wirklich suchen im herkömmlichen Sinn: Alle Daten nochmal neu eingeben. Die Voreinstellung “Ich bin ein Mädel und suche Jungs, im Alter von 25 bis 45″ ist nämlich lediglich in der Wortwahl auf eine wohl jüngere Zielgruppe bei den Lokalisten angepasst.

    suchmaske_lokalisten

    Auf neu.de sieht es nämlich genau so aus:

    suchmaske_neu

    Ich wette mal, dass es ganz genauso aussieht, wenn ein Mann auf den neu.de-Link klickt!

    Aber hey! Die Lokalisten kennen mein Geschlecht, mein Alter und meinen Wohnort, sogar mit Postleitzahl! Wo sind diese Infos? Warum werden die nicht übernommen? Null – nada – man muss alles nochmal neu eingeben!

    Dann dachte ich mir, auf dem Link stand doch “Singles aus deiner Nähe” und siehe da, rechts in der Spalte sind ein paar Städte aufgeführt. Weder Mainz noch Wiesbaden sind dabei, naja, zählen wir mal Frankfurt als “Nähe” und klicken drauf. Und was kommt? Ich lande bei neu.de auf einer Seite mit ganz vielen Single-Mädels aus Frankfurt. D’oh! Noch mal kurz zur Erinnerung: Ich bin eine Frau … und in der Regel suchen die doch eher einen Mann.

    singles_auf_neu_k

    Ich glaube, ich klicke lieber auf den Urlaubsbanner!

    Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber unter Integration stelle ich mir etwas anderes vor. Zitat aus der Pressemeldung:

    neu.de ist auf der Homepage sowie auf allen Profilseiten von Lokalisten-Mitgliedern über 18 Jahre mit Singlestatus integriert.

    Denkste. Weiter im Text:

    Mit der intelligenten Integration bei Kooperationspartnern wie wer-kennt-wen.de und www.lokalisten.de kann sich neu.de gezielt und ohne Streuverluste einer relevanten Zielgruppe präsentieren. Für Social Communities ist die Zusammenarbeit mit neu.de ein innovatives Modell der langfristigen Refinanzierung.

    Immerhin vermeidet man Streuverluste und zeigt den Link nur den Singles. Was ist aber mit all den Seitensprungwilligen? ;) Oder den Familienständen “verrate ich nicht”, “weiß ich nicht” oder “verzweifelt”? Naja, intelligent und innovativ ist für mich was anderes. Und für den User ist das langweilig, umständlich und nervig.

    Da war doch noch Facebook …

    Klar, Facebook holt man schnell und gerne als Beispiel, schließlich die sind immer einen Schritt voraus und haben insbesondere mit Facebook-Connect vorgemacht, dass man mit Daten aus Profilen und dem Social Graph sogar Drittanbieter arbeiten lassen kann. Warum solche Daten dann aber in einer direkten Kooperation nicht genutzt werden, lässt sich nicht so ganz nachvollziehen. Schieben wir es mal auf die Technik. ;) Wahrscheinlich lassen sich irgendwelche Daten nicht übergeben … oder was auch immer. Das mag ja alles sein, aber warum dann diese vollmundige Pressemitteilung? ;)

    Ich weiß leider auch nicht so genau, was ich erwartet habe. Aber mehr als das, und eigentlich auch mehr als die Nutzung der Daten hatte ich mir schon versprochen.

    Aber was wäre denn überhaupt machbar?

    Ich hatte vor einiger Zeit schon mal über Singlebörsen nachgedacht, und zwar nicht nur, wie sie zweinulliger werden können, sondern ob eine Facebook-Applikation Sinn machen könnte.

    • Singlebörsen-Info im Profil? Eine Ego-Nummer sind Singlebörsen nicht. Es ist also nichts, was ich als Facebook-User auf meinem Profil zeigen möchte. Oder? Ist es nicht immer noch so, dass keiner zugeben will, dass er bei einer Singlebörse registriert ist?
    • Sind nicht Social Networks auch schon Singlebörsen? Brauchen die User überhaupt eine Verknüpfung zu einem Social Network? Im Prinzip wird doch jedes Social Network als Singlebörse benutzt. Warum also überhaupt eine Verbindung? Besonders vor dem Hintergrund, dass man z.B. auch bei den Lokalisten mit der Detailsuche nach einer bestimmten Altersgruppe, nach Ort und nach jedem Familienstand suchen kann. Und damit unterscheidet es sich zu Facebook:
    • Braucht Facebook eine Applikation zum flirten? Ja, das schon, denn im Regelfall sieht man nur die eigenen Freunde, und weniger die anderen User. Als braucht es eine App, die quasi im Hintergrund läuft, die man nicht im Profil sieht, und in der man aber Zugriff auf all die Suchenden Facebook-User hat. Solche Apps gibt es bereits. Sie sollen aber ziemlich schlecht sein, weil sie die Suche nur auf Netzwerk und nicht auf Orte oder Regionen einschränken lassen.  Eine Singlebörse könnte also eine optimierte App auf Facebook packen und hätte garantiert im Handumdrehen einen riesigen Nutzerkreis. Aber was bringt das dann der Singlebörse? Die will ja die Nutzer auf die eigene Seite schiften, wo sie für die Nutzung Geld zahlen müssen.
    • Was ist mit Facebook-Connect? Bringt es etwas, wenn man sich auf neu.de mit seinem Facebook-Account einloggen kann? Man spart die Registrierung und kann evtl. Fotos oder Profildaten mitnehmen. Das Freundesnetzwerk will man wahrscheinlich eher nicht mitnehmen. Ist zumindest meine Meinung. Man könnte es höchstens fürs Gegensätzliche nutzen: Automatisch ausschließen, dass die eigenen Freunde das Profil auf der Singlebörse sehen, bzw. ausschließen, dass einem die eigenen Freunde als perfekter Partner vorgeschlagen werden.

    Kein so wirklich einfaches Thema. ;) Oder gibt’s mittlerweile bessere Flirt-Applikationen auf Facebook?

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    4 Kommentare »

    21.03.2009 - 22:33

    Dieses Twitter-Dingsda … 2 Jahre später!

    Vor ca. zwei Jahren habe ich “dieses Twitterdings” zum ersten mal ausprobiert. Auch wenn’s mir keiner glauben mag … ich hab am Anfang auch nicht kapiert, wozu das gut sein soll! Aus meinem ersten Tweet wurden dann aber zwei erstaunlich treue Jahre.

    Christian Pesch hat in einer Präsentation über Trillr (Unternehmensinternes Twitter von Coremedia) mal folgenden Begeisterungsbogen beschrieben:

    Unverständnis > Skepsis > Ausprobieren > Wertschätzen

    Ähnliches ging’s auch Marcel, wie er u.a. in seinem Beitrag über das Follower-Prinzip schreibt. Und selbst die Twitter-Erfinder kennen diese Startphase: How Twitter was born. Ich glaube, wenn man ausreichend Geduld hat und ein paar spannenden Leuten followt, durchläuft man unweigerlich diese Kurve.

    Und jetzt?

    17.000 Tweets später … frage ich mich gerade, was nach “Wertschätzen” kommt. Oder kam, denn genau genommen hat es nach dem Wertschätzen bereits diverse Phasen gegeben, die aber eher subjektiver Natur sind: z.B. genervt sein, evanglisieren, protecten wollen, Sucht, Alltag … usw. Die Reihenfolge spielt da nun keine Rolle mehr. ;)

    Auf alle Fälle hat sich Twitter für mich über die letzten zwei Jahre ziemlich verändert.

    Ich frage mich manchmal, wer mir mittlerweile alles folgt

    1.400 Follower … das ist doch ziemlich verrückt. Und dabei bin ich mit dieser Zahl in den Followercharts schon massiv nach unten abgerutscht und werde in den nächsten wahrscheinlich endlich ganz raus sein! Immerhin war ich vor einem Jahr noch auf einem stolzen Platz 25! ;)

    Am Anfang jedenfalls kannte ich noch alle Follower, oder habe sie kennen gelernt. War ja auch alles schön übersichtlich. Und vor allem: man konnte dank der Links im Twitterprofil zum Blog immer schön nachvollziehen, wer denn da eigentlich twittert. Irgendwann wurden die Links zu Blogs in den Profilen immer spärlicher – Twitter wuchs über die Blogosphäre hinaus. Mittlerweile schau ich gar nicht mehr nach, wer mir alles neu followt – es sind einfach zu viele. Sollten Bekannte darunter sein: sagt mal Hallo an @paulinepauline, damit ich Euch zurückfollowen kann. ;) Warum bei mir so viele Wildfremde mitlesen, weiß ich gar nicht so genau. Ich glaube, das hat sich einfach irgendwann verselbständigt. Warum man mich entfollowt, weiß ich dagegen schon eher: weil ich zu viel twittere, weil ich zu wirres Zeug twittere, etc. ;)

    Ich folge lieber Leuten, die ich kenne

    Auch wenn ich immer wieder auf erstaunte Blicke stoße: Von den 500 Leuten, denen ich followe, habe ich bestimmt 90% 80% schon mind. ein mal real getroffen. Soll heißen, ich followe in der Regel nur denen, die ich persönlich kenne. Ich glaube, die meisten der restlichen 10% 20% stammen noch aus der Anfangszeit, als es in Deutschland kaum Twitterer gab und man jedem folgte, der einem übern Weg lief. Mitterlweile hab ich das Gefühl, ich würde sie auch persönlich kennen.

    Wo ist der Geektalk hin?

    Am Anfang war’s auch viel Geek-lastiger, die Gespräche drehten sich hauptsächlich um’s Web, um neue Dienste, um Beta-Zugänge etc. Das ist irgendwie auch merklich weniger geworden. Und wenn man heute mal was spezielles fragt oder in den Raum stellt, kommen die komischsten Rückfragen … und den Rest interessierts nicht. Irgendwie vermisse ich diese Unterhaltungen. Wo sind die hinverschwunden? Gibt’s das jetzt auf Friendfeed? Oder verpass ich sie einfach nur?

    Irgendwie wird’s privater

    Ich habe aber auch festgestellt, dass mein Getwittere immer privater wird – insbesondere, je mehr meiner “normalen” Freunde bei Twitter auftauchen. Man verabredet sich zum Mittagessen, trifft sich kurzentschlossen in der Kneipe ums Eck, schnackt, tratscht und lästert. Vor allem fällt mir auf, dass ich mittlerweile mehr auf die Tweets meiner (normalen) Freunde achte, als auf die Anderen. Ich habe nämlich mal in Tweetdeck meine Twitterfriends in “2.0″ und “local” aufgeteilt, damit die Tweets meiner lokalen (normalen) Freunde nicht untergehen. Habe ich also zu Beginn hauptsächlich mit Bloggern und Barcampern getwittert, hat sich das jetzt ganz massiv in Richtung lokale Freunde verschoben.

    Protected?

    Mittlerweile frage ich mich immer häufiger, ob ich meinen Feed nicht doch mal auf protected umstellen soll, bei all diesen wildfremden Leuten, die da mitlesen. Denn manchmal erscheint es mir dann doch zu privat. Das doofe daran ist nur, dass man dann die meisten dieser wundervollen Applikationen, die sich rund um Twitter gebildet haben, nicht mehr nutzen kann. Und man dann die Tweets nicht mehr auf Facebook übertragen kann. Und das wäre schade, denn gerade dort kommen immer mehr Kommentare auf die Tweets. (Auch wenns dank der neuen Startseite wieder merklich weniger wird.) Mal sehen … kann mich irgendwie nicht entscheiden!

    Naja … wärend wir hier Zweijähriges feiern (Robert, Klaus), ist Twitter eigentlich grad drei Jahre alt geworden!

    Und morgen geht’s erstmal zum Twitter-Schnitzel-Essen ins Baumstammhaus in Walluf! ;)

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    • Am Rande

      Klarmachen zum Ändern!
      Autor: Björn Hase

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