Pearlfection – Perlenketten basteln und auch verkaufen



Mit Pearlfection gibt’s nun noch einen Anbieter, bei dem man sich Perlenketten selbst zusammenstellen und bestellen kann. „Noch einen“, weil ich letztens ja schon mal den Bijoudesigner vorgestellt hatte und weil auch Jochen schon über Julie & Grace berichtet hat.

Pearlfection hat nun all das an Social Features, die uns letztens beim Bijoudesigner fehlte: Man kann nämlich nicht nur Ketten gestalten, sondern sie auch gleichzeitig auf dem „Marktplatz“ verkaufen, bzw. auch sehen, wer sich auf der Plattform noch so alles tummelt und welche Ketten diese User bereits gestaltet haben. Und natürlich kann man auch diese Ketten kaufen.
Wer nicht genug eigene Ideen mitbringt, kann auch eine Beispielkette als Vorlage nehmen, und diese verändern. Warum kann man eigentlich nicht eine Kette aus dem Marktplatz nehmen und verändern? Geht doch bei den Fabidoos auch! :)

Ich habe jedenfalls mal ein obligatorisch grünes Armbändchen gestaltet (gibt auch Halsketten und Fuß- und Handykettchen) und musste dafür erstmal meinen Armumfang messen. Für die Länge gibts nämlich einen Slider. Also erstmal ein altes Ikea-Maßband rausgekramt und gemessen … Mein Arm ist also 16 cm dick – plus ein paar Perlen hab ich mal ne Länge von 19 cm ausgewählt – keine Ahnung, ob das reicht. Dann gehts weiter zur Perlenauswahl:

perlenauswahlk.jpg

Hier kann man die Perlen nach Perlentyp oder nach Farbe auswählen, hinzufügen, verschieben und so weiter. Irgendwie bin ich damit aber nicht so richtig gut zurecht gekommen. Das nachträgliche „anfassen“ und verschieben der Perlen gelingt nicht so einfach. Man sieht zwar in der Mitte so ne Art Lupe, die anzeigt, wo man sich mit der Maus gerade befindet, aber die Markierung der Perle braucht zu lang um zu erscheinen und das Ziel des Verschiebens wird gar nicht angezeigt. Man zieht also die Maus durch die Gegend und hofft, dass die Perle dann am richtigen Ort landet. Auch dass die Perlenauswahl rechts ist, und die Anzeige der aktuell ausgwählten Perle am linken Bildschirmrand, macht es nicht gerde hilfreich. Den „Löschen“-Button habe ich zb. ne ganze Weile suchen müssen. Der Button „Element rechtes vom Pfeil einfügen“ ist im Prinzip ein Wechelschalter, den man auch auf links einstellen kann. Das wird aber auch erst nach dem Ausprobieren deutlich. Prima ist aber die Möglichkeit, das Muster zu vervollständigen! Einfach ein paar unterschiedliche Perlen auswählen und mit einem Klick ist dann das ganze Armband voll!
Rechts unten gibts dann die Möglichkeit zum kaufen … will man aber nicht kaufen, sondern das Ding nur verkaufen, muss man den „Speichern“-Button oben links finden. Naja, und so weiter … ich weiß sehr gut, dass es nicht einfach ist, einen solch komplexen Konfigurator zu erstellen … aber hier gibt’s wohl noch ein bissl Optimierungsbedarf. ;)

perlenarmband.jpg

Ist das schicke Teil dann fertig, kann man selbst eine Provision festlegen (es gibt allerdings einen Maximalbetrag, keine Ahnung, wie der sich errechnet) und die Kette dann auf den Markplatz packen. Auch die Hintegrundfarbe kann man auswählen.

perlenmarktplatzk.jpg

Im Marktplatz sieht man dann schon an der kleinen Vorschau neben der Kette, um welche Art von Kette es sich handelt – bei den Halsketten sogar, wie lang sie ist. Über eine Filterfunktion kann man die Anzeige einschränken – nach Ketten-Typ, Farbe oder Perlentyp. Userbewertung und Kommentare fehlen natürlich auch nicht.

Nächster Schritt wäre dann wohl ein einer Shop, den man sich exportieren kann, oder? ;)

Julie & Grace, die mit einem sehr ähnliche Konzept am Markt sind, habe ich bisher noch nicht ausprobieren können (ja ja, die Zeit;), aber ich hab ja auch kein Armbändchen geschickt bekommen, wie ander Blogger. :P Warum krieg ich eigentlich aus allen Ecken olle Pressemitteilungen zu irgendwelchen Web2.0-Dingens geschickt, die mich nicht interessieren, während Social Commerce-Infos nicht bei mir landen? :( Ach ja, Päckchen bitte an meine Büroadresse, dann muss ich nicht extra zur Post laufen um sie abzuholen … :P (Nein, ich bin nicht bestechlich!)

Nachtrag: Capitaine Commerce hat ein Video (Screencast heißt das, oder?) von der Bedienung des Design-Tools gedreht.

7 Gedanken zu „Pearlfection – Perlenketten basteln und auch verkaufen

  1. a.

    …da muehen sich die „Schmuckdesigner“ bei Etsy & Co. alle ab, der Kundschaft Hinkucker zu kreieren… dabei scheint’s, dass die Kundschaft auch mit Einfachheit zufriedenzustellen ist. ;) Oder ob da noch der Faktor „Ich hab’s selbst gemacht!“ hinzu kommt? Wuerde mich interessieren, wie die Shops laufen.

  2. paulinepauline Beitragsautor

    @mlla ich glaube, dass der vorteil hier darin liegt, sich genau die kette zu basteln, die man haben will. funktioniert aber sicherlich nur bei eh schon kreativeren menschen ;) … wer keine ideen hat ist bei etsy und dawanda auf alle fälle besser aufgehoben ;)

  3. a.

    Hehe. :)
    Ich werde trotzdem ein wenig herumspielen.
    Muessen die Provisionen, die man dort generieren kann, nicht theoretisch versteuert werden? Das weiss bestimmt so gut wie keiner (wird auf solchen Seiten ja auch fast nie von selbst angesprochen).

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  5. Kerry

    Hallo,

    bei meinen Recherchen nach einem Design-Programm (um meinen Kunden, noch mehr Exklusivität zu bieten) für Schmuck bin ich nun hier gelandet. So wie ich das sehe, kann aber von selbst ‚gemacht‘ wohl keine Rede sein, wenn man ein paar virtuelle Perlen auf dem Monitor hin- und herschiebt. Vielleicht habe ich an diesem Prinzip auch was falsch verstanden.

    Schöne Grüße
    Kerry

  6. paulinepauline Beitragsautor

    nein, „selbst gemacht“ ist das nicht, sondern „selbst gestaltet“ – und so nennt es pearlfeaction auch. sorry, falls ich das falsch rübergebracht habe. es geht hier nicht um selbstgemachtes, sondern „nur“ darum, selbst die perlen auszusuchen und anzuordnen.

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