Archiv für den Monat: Dezember 2006

Social winning mit Yieeha

So, Schluss mit besinnlich sein … wessen Wünsche vom Weihnachtsmann nicht erfüllt wurden, der kann’s jetzt bei Yieeha versuchen – hier kann man nämlich seine Wünsche gewinnen!

YieehaAngemeldet hatte ich mich schon in der Closed Beta-Phase, aber die war so schnell schon wieder vorbei, dass mir noch nicht mal Zeit blieb, das Konzept zu verstehen. ;) Ganz einfach ist es nämlich nicht, zumindest habe ich eine Weile gebraucht. Während eines kleinen Mail-Wechsels mit phlipster, quasi mitten in einer langen Mail, in der ich ihm meine vielen Fragezeichen schilderte, schepperte es plötzlich neben mir und das Brett war mir buchstäblich vom Kopf gefallen. (Ich bin ja ursprünglich blond, wahrscheinlich hat’s deshalb so lange gedauert ;) )

Ich versuch’s mal mit meinen Worten zu erklären:
User-Gewinnspiele
Bei Yieeha kann man eigene Sachen, die man loswerden möchte, verlosen. Also ähnlich wie man bei Ebay seinen Krempel versteigert. Andere User, die das Ding haben möchten, können „Yodds“ setzen. Yodds sind Gewinnchancen, je mehr man davon setzt, desto höher als die Chance auf einen Gewinn. Der Verlosende legt fest, wie viele Yodds mindestens gesetzt werden müssen. Geht das Produkt über den Tisch, erhält der Verlosende alle Yodds und kann diese wiederum bei anderen Gewinnspielen setzen. Kommen nicht genug Yodds zusammen, wird das Spiel nicht ausgespielt und die Yodds fließen zurück an die Teilnehmer.

Wunschliste und Partnergewinnspiele
Man kann sich auch Produkte wünschen, also Produkte aus dem Netz auf seine eigene Wunschliste setzen. Wenn sich viele andere diese Sache auch wünschen, findet Yieeha eventuell (oder wahrscheinlich?) einen Partner, der dieses Produkt dann verlost. Diese Partner legen die Anzahl der Gewinnspiel-Teilnehmer fest und der weitere Ablauf ist dann der gleiche wie bei User-Gewinnspielen. Zur Unterstützung, dass der eigene Wunsch schneller erfüllt wird, soll man das Produkt weiterempfehlen.

Wünsche
Ich wünsch mir also meinen sehnlichsten Wunsch, einen Toyota Prius, aber bisher interessiert sich noch niemand für diesen tollen Wunsch (warum sollte es bei Yieeha auch anders sein als IRL?). Bei ausgefallenen Wünschen dürfte es also doch eher schwierig werden. Naja, so ein Auto ist ja auch nicht gerade günstig, die Zahl der Interessenten muss also entsprechend hoch sein, damit es für einen Yieeha-Partner interessant wäre, so ein Auto zu verlosen. Eine gewisse Zielgruppe muss ja erreicht werden.
Aktuell heiß begehrtester Wunsch ist eine Wii, erfüllt wird er von Yieeha selbst, aber auch hier reichen zur Zeit die Teilnehmer noch nicht aus. Bleibt also abzuwarten, ob die Userzahl entsprechend steigt, damit hier noch mehr Power reinkommt.

Yodds
Mir fehlt es derzeit an Yodds (alle auf die Wii gesetzt), und ohne Yodds kann ich dort nichts tun. Ich müsste jetzt also andere User anwerben, um jeweils 3 Yodds zu erhalten, oder selbst ein Gewinnspiel veranstalten. Meiner Meinung nach eine recht hohe Schwelle, um ordentlich einsteigen zu können.

Partner
Und was haben die Partner davon? Menschen, die einen ganz bestimmten Wunsch äußern, sind doch eigentlich schon nah genug am Produkt, warum sollte man diese Menschen dann noch dieses Produkt gewinnen lassen? Für die Partner-Shops gilt es also, eigene Produkte einzustellen (und zu verlosen), denn es gibt natürlich auch den direkten Link zum Shop, um das Produkt direkt zu kaufen. Yieeha bietet also eine Plattform, um den eigenen Shop zu präsentieren und durch die Gewinnspiele positiv zu verankern.

Und nu?
Eine Meinung zu Yieeha habe ich nicht wirklich. Als Gegenwert für verloste Produkte Gewinnchancen zu erhalten, spricht wohl eher den Zocker an, dem es Spaß macht, seinen Erlös mit Risiko wieder einzusetzen. Bei dieser Zielgruppe könnte ich mir aber auch vorstellen, dass da ein gewisser Suchtfaktor aufkommen kann. Yieeha testet wohl auch noch selbst, wie die User die Site nutzen, ob sie eher Wünsche einstellen oder lieber selbst Gewinnspiele veranstalten.

Dennoch scheint mir die Seite zu komplex und das Design nicht wertig genug. Die Benutzerführung lässt auch zu wünschen übrig … die Farbcodierung ist ja an sich prima, aber leider nicht stringent, die Liste der Spiele reißt niemanden vom Hocker und ist noch kompliziert dazu. Aber die Seite wäre nicht Beta, wenn da nicht noch geschraubt würde. Eine passende Optimierungsliste gibt es auch, die ganz praktisch umgesetzt ist: User tragen ihre Wünsche und Fragen ein und andere können darauf voten oder kommentieren. Bereits umgesetzte Feedback-Punkte wandern dann nach unten in die Erledigt-Liste. (Wenn nur das Eingabefeld nicht so klein wäre. ;) )

Aber nochmal zurück zu meinen Wünschen … ich seh ja ein, dass der Prius (vorerst) ein bissl hoch gegriffen ist.

Rodeo QueenAlso habe ich mir noch das Trägershirt „Rodeo Queen“ von der coolsten Band überhaupt gewünscht: The BossHoss! Das müsste doch machbar sein! Mädels … bitte! Meldet Euch an und wünscht Euch dieses Shirt! ;) Ach ja, bevor Ihr Euch registriert, lasst Euch bitte von mir einladen, denn ich Bitte klickt hier zum Registrieren und Teilnehmen, denn dann bekomme ich 3 Yodds gutgeschrieben. Sorry, aber ich bin jung *hüstel* und brauche die Yodds! ;)

Fröhliche Weihnachten wünscht Euch elfelf!

elfelf

Klick mich, dann tanz ich für dich!

Update 2007: Leider ist mein Elf von 2006 verschwunden, daher hier eine 2007er Variante. (Neues Foto und der Tanz scheint auch ein mit ein wenig neuer Choreographie ausgestattet zu sein.)

Qype lokal

So international Qype gerade wird, so interessant funktioniert Qype aber auch im näheren Umfeld.

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon mal das Erlebnis, dass mich ein Bekannter fragte „Hey Silke, du hast dir doch letztens eine Digicam gekauft, was ist das für eine?“ und ich fragte zurück „Woher weißt du das denn?“ – „Ich hab’s auf Qype gelesen„. Und dieser Bekannte ist noch nicht mal bei Qype registriert.

Nächste Begebenheit: Meine Homöopathin rief mich an und bedankte sich dafür, dass ich sie im Internet genannt hätte. Ihr Mann hatte den Qype-Eintrag, den ich eine Woche vorher erst erstellt hatte, wohl über Google gefunden. Sie hatten sich noch darüber gewundert, wie denn der Eintrag zustanden kommen konnte, aber der Klick auf mein Foto konnte das Rätsel lösten. Und sie hat sich sehr darüber gefreut!

Und dann gestern Abend auf einer sehr witzigen Party kommt jemand auf mich zu und meint „Du bist Pauline, oder? Danke für das, was du über meinen Laden geschrieben hast!“ Es war der nette junge Mann, der mir letztens den schönen Pulli verkauft hat und jetzt mein neuester Kontakt ist!

Online-Shops und ihre Versandkosten

Ein immer wieder genannter Tipp um die Conversion Rate in einem Online-Shop zu steigern ist, die Versandkosten so früh wie möglich anzugeben.

Nachzulesen z.B. in den Ecin-Artikeln Die sieben Sünden des Online-Selling – Teil 2 und 17 Tipps für eine bessere Konversionsrate. (Irgendwo gibt’s auch eine schöne Statistik dazu, die ich allerdings gerade nicht mehr finden kann. Sobald sie wieder auftaucht, werde ich sie nachliefern.)

Die Quellen sind zwar schon etwas älter, haben aber leider nichts an Aktualität verloren, wenn man mal die derzeitigen Diskussionen im Dealjäger-Forum bezüglich der Versandkosten betrachtet.

Dealjäger hat vor kurzem die zusätzliche Eingabe der Versandkosten eingeführt. Für die Vergleichbarkeit der Deals ein sehr nützliches Feature, für die aktiven Jäger ein großes Hindernis – ist es doch nicht immer einfach, die Versandkosten rauszufinden, ohne den gesamten Checkout-Prozess zu durchlaufen. Selbst Amazon bietet hier Grund zur Klage. Dass Amazon häufig die Versandkostenstrategie ändert weiß jeder regelmäßige Amazon-Käufer. Aber derzeit scheint es wirklich verzwackt zu sein, die Angaben bei Amazon sind widersprüchlich und die Eindrücke und Erfahrungen der User erst recht.

Gerne staffeln Shops ihre Versandkosten auch nach Gewicht. Diese Staffelung wird auch schön ordentlich aufgeführt, was aber häufig fehlt ist die Angabe, wie schwer das Paket ist. Da hilft dann auch kein Hinweis mehr auf die Staffelung.

Natürlich gibt’s auch Shops, die sich hüten werden, ihre Versandkosten frühzeitig anzugeben. Nämlich die Shops, die über hohe Versandkosten ihre besonders günstigen Angebote wieder ausgleichen wollen. Wie hoch deren Abbruchrate ist, würde mich ja mal interessieren.

Also liebe Online-Shops, macht den Dealjägern das Leben leichter und gebt Eure Versandkosten direkt beim Produktpreis mit an. Als Dankeschön steigt dann auch Eure Conversion Rate!