Mein Blögchen ist ja noch ganz frisch und ich guck auch noch jeden Tag in die Statistik. Vor ein paar Tagen wunderte ich mich dann über einen Ausrutscher nach oben.

Hatte da doch tatsächlich jemand einen Link zu mir gesetzt? Nee, keine eingehenden Links und auch keine sonderlich auffälligen Referrers. Mehr zufällig (weil vorher noch nicht relevant) sah ich, dass die Leute von Suchmaschinen kommen – und der Suchbegriff war “Reiner Fakeman” *lach*. Aber wieso sollte mein Beitrag bei Google so interessant erscheinen, dass er so oft angeklickt wird? Nee, natürlich war er nicht so interessant, er war bei Google auf Platz 1!

Himmel, bin ich erstmal erschrocken *lach* aber Schuld dran ist wohl der Recency Bonus, weil mein Blog eben noch so neu ist.
Dass ich vorher von diesem Recency Bonus noch nie was gehört hatte, schreib ich jetzt mal lieber nicht so laut, sonst lande ich dank Googlability noch bei sämtlichen Personalern auf der Blacklist! ;) Vielen Dank an dieser Stelle an Polente, meinen ehemaligen Kollegen, der historisch bedingt immer noch meine vielen Fragen beantworten muss. ;)
Einen Tag später war mein Blog bei Google bereits auf Platz 4 abgerutscht, und jetzt ist er schon im Nivana verschwunden. :(
Falls sich jemand bei meiner Mini-Statistik über den ersten Ausschlag nach oben wundert … entweder kommt das daher, dass Exciting Commerce meinen Dealjaeger-Screenshot verlinkt hatte, oder weil ich aus Versehen mit einem Beitrag ein paar Trackbacks gesetzt hatte. Erst danach hatte ich rausgefunden, dass in Wordpress ein Häkchen gesetzt war, das veranlasst, dass bei jedem verlinkten Blogbeitrag ein Trackback automatisch gesetzt wird. Leider reicht die Wordpress-Statistik nicht so lange in die Vergangenheit, ich kann den ersten Ausschlag also nicht mehr so genau nachvollziehen.
Weil wir alle im Web Spuren hinterlassen und weil Personalagenturen bereits im Web nach Profilen suchen und unsere digitale Identität überprüfen, hat die Wirtschaftswoche ein Experiment gestartet: Reiner Fakeman, eine erfundene Person, deren Weg man im Netz nachverfolgen kann von delicious über diverse Blogs bis Myspace. Er hat sogar eine Amazon-Wunschliste, schreibt seinen eigenen Blog und diskutiert auch mit. Nur sein Xing-Account wurde wieder gelöscht.
Das passt zum aktuellen Blog-Skandal um Ehssan Dariani, einem der Gründer von StudiVZ, der gerade mit so einigen digitalen Hinterlassenschaften seiner Vergangenheit zu kämpfen hat.
Echt interessantes Thema – hab ich doch grad erst am Wochenende bei den Lokalisten wieder überlegt, wie viel ich über meine Person preis gebe … obwohl ja eigentlich sowieso schon alles bei Xing oder Passado (oder wie die Schulfreunde-Websites nun heißen) steht. ;) Und die Suche nach meinem Nick und meinem richtigen Namen liefert auch erschreckend viele Google-Ergebnisse!
via Cio-Weblog: Googlability: Auf der Spur von Reiner Fakeman
